
Ein Büchlein ganz besonderer Art - Johannes Scherr gehört zum Größten und Besten der deutschen historischen Literatur und zu den hervorragendsten Persönlichkeiten deutschen Denkens. Es ist schade, dass diesen Mann heute kaum noch jemand kennt, und aus diesem Grunde ist es um so mehr zu loben, dass man sein Werk und seinen Namen mit der Germania am Leben hält. Wenn man weiß, mit welcher Leidenschaf er sich für ein vereintes und starkes Deutschland eingesetzt hat, dann weiß man auch, warum sein Denken gerade für uns heute so wichtig wäre. Am 3.10.1817 in Hohenrechberg geboren war er schon in jungen Jahren politisch hoch aktiv und ein überzeugter Verfechter des nationalen deutschen Einheitsgedankens und Mitverfasser der Reichsverfassung von 1849. Aber er musste leider mit ansehen, wie sein hingebungsvolles Bemühen in der Revolution von 1848 kläglich an der Zerstrittenheit kleinbürgerlich-intellektueller Interessen scheiterte, so dass er 1849 von der Reaktion zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde und gezwungen war, Deutschland zu verlassen und in die Schweiz zu emigrieren. In Zürich war er letztlich als Professor für Geschichte am Eidgenössischen Technikum tätig. Und er war nicht nur ein Politiker mit Fleisch und Blut, sondern er war auch ein Geschichts-Professor und Historienschreiber mit Fleisch und Blut und mit größten moralischen Ansprüchen an den Menschen. Wenn er das Germanentum liebt, dann liebt er die großen Tugenden dieses ehemaligen Volksstammes, die da Mut, Stärke, Fleiß, Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeitssinn, Freiheitlichkeit und selbstlose Hingabe für die Gemeinschaft sind. Und er ist nicht so blind, auch die Beschränktheiten dieses Volkes zu sehen, die es immer wieder in Krisen und Untergangsszenarien gestürzt hat. Johannes Scherr ist 1886 gestorben und mit der Reichseinigung durch Bismarck sich sein Lebenstraum erfüllt. Den deutschen Nationalismus, der zum 1.Weltkrieg geführt hat und die schreckliche Entartung des deutschen Volkes durch einen wahnsinnigen Volksverführer Adolf Hitler brauchte er nicht mit zu erleben. Er hätte sich zweifellos geschämt, zu diesem Volke zu gehören, aber er hätte wohl zu diesem Volke gesagt: Besinnt Euch endlich der großen Tugenden Eurer Vorfahren und eifert diesen nach, und bekämpft alles kleinlich egoistisch Rücksichtslose, ansonsten werdet Ihr erneut dem Abgrund entgegen gehen.
man muss wissen wer tacitus ist - es hat keinen sinn sich das buch zu kaufen wenn man nicht weis wer tacitus ist dazu emfehle ich das buch die ersten deutschen was sehr einfach zu lesen ist ! ansonsten ein klasse buch mit vielen bildern :-)